At Miyazu · 宮津にて

Digiboo Verlag · 150 Jahre Karl Walser · 1877–2027
Zum 150. Geburtstag von Karl Walser · 8. April 2027

At Miyazu
宮津にて

Karl Walser wird 2027 hundertfünfzig Jahre alt. Zum Jubiläum erscheint dieser Band: ein Ort, hundertachtzehn Jahre auseinander, Zeichnungen und Fotografien nebeneinander — möglich gemacht von seinen Förderinnen und Förderern.

1877 – 2027 · Der Band erscheint im Frühjahr 2027, im Jahr von Karl Walsers 150. Geburtstag

Crowdfunding: Machen Sie dieses Buch möglichBeiträge ab CHF 120 / € 130. Ihr Beitrag fliesst in die Herstellung des Bandes und ist kein Buchpreis; das Buch erscheint später auch im Handel.
Fünf Stufen · Beiträge bis 31. Januar 2027 · Versand inbegriffen · Bis 31. Oktober 2026: zuerst im Verzeichnis, niedrige Nummern

Garten des Hauses Mikami in Miyazu, fotografiert 2026 von Dominique Uldry
Garten des Hauses Mikami, Miyazu 2026. Fotografie von Dominique Uldry aus dem Bildteil des Bandes. Karl Walser hat denselben Garten 1908 gezeichnet; das Blatt steht weiter unten.

2026 sind Osamu Okuda und Dominique Uldry als Artists in Residence nach Miyazu gereist, auf den Spuren von Karl Walser, der 1908 dort war. Die Reise hat stattgefunden, die Orte sind gefunden und fotografiert. Dieses Buch hält das Erlebte fest und schliesst das Vorhaben ab. Mit Ihrem Beitrag bringen Sie es zu Ende.

Im April 1908 kamen Karl Walser und Bernhard Kellermann mit dem Dampfer nach Miyazu an der japanischen Westküste. Walser zeichnete, Kellermann schrieb. Die Blätter blieben erhalten, die Orte auch — nur trugen die Blätter keine Ortsangabe. Noriko Matsuda hat die Orte wiedergefunden, Dominique Uldry hat sie fotografiert, die Architektin Madoka Hatano zeigt, wie Miyazus alte Häuser heute erneuert werden, und Osamu Okuda, Mitherausgeber des Bandes, schreibt das Vorwort. Der Band stellt die Blätter von 1908 neben die Aufnahmen von heute, vollständig auf Englisch und Japanisch. Möglich machen ihn seine Förderinnen und Förderer.

Karl Walser in Japan, 2026

2026 widmeten zwei Museen Karl Walser eine grosse Retrospektive: zuerst die Tokyo Station Gallery (18. April bis 21. Juni), dann das Nakanoshima Museum of Art in Osaka (4. Juli bis 27. September). Der Ausstellungstitel lautete «スイス絵画の異才 カール・ヴァルザー», also «Ein Ausnahmetalent der Schweizer Malerei: Karl Walser». Gezeigt wurden rund 150 Werke, alle zum ersten Mal in Japan. Laut den Veranstaltern kamen 72’728 Besucherinnen und Besucher, und 5’477 Kataloge wurden verkauft. Zur Ausstellung erschien der Katalog «Karl Walser. Retrospektive in Japan», 360 Seiten, englisch und japanisch, mit einem Geleitwort von Akira Tomita, dem Direktor der Tokyo Station Gallery; laut Robert Walser-Zentrum liegt er bereits in zweiter Auflage vor. Am 9. August 2026 widmete das Nakanoshima Museum Walser ein Symposium, laut Robert Walser-Zentrum mit rund 200 Teilnehmenden. Für einen Maler, der in Japan zuvor kaum bekannt war, ist das ein grosser Erfolg. Das Interesse ist geweckt, und 2027 folgt der 150. Geburtstag. Jetzt ist der Moment für dieses Buch.

Echo

NZZ · 8. August 2026
Philipp Meier, «Bilder einer versunkenen Zeit»: «Die Reise jedenfalls wurde zur produktivsten Zeit in Karl Walsers Malerleben.»
Tokyo Art Beat · 22. April 2026
Ausstellungsbericht aus der Tokyo Station Gallery (japanisch)
Waraku Web, Shogakukan · 5. Juni 2026
Ausstellungsempfehlung (japanisch)
Robert Walser-Zentrum Bern · 19. August 2026
Vorstellung des Katalogs
Nakanoshima Museum of Art, Osaka
Ausstellungsseite (englisch)

Crowdfunding

Der Jubiläumsband erscheint, weil viele ihn gemeinsam finanzieren. Ihr Beitrag fliesst in die Herstellung des Bandes — an Druck, Papier, Bindung und Übersetzung — und ist kein Buchpreis. Als Dank erhalten Sie ein Exemplar der Erstausgabe, von den Herausgebern signiert, und Ihren Namen im Verzeichnis der Förderinnen und Förderer; ab CHF 500 dazu einen Cliché-Druck nach Dominique Uldry, vom Fotografen von Hand signiert und nummeriert: den Garten des Hauses Mikami, den Karl Walser 1908 gezeichnet hat. Fünf Stufen, jede auf eine begrenzte Zahl.

Stufe 1

Das Buch, signiert, mit Exlibris

CHF 120 · € 130
1×
Erstausgabe, signiert

Dazu Ihr Name im Verzeichnis der Förderinnen und Förderer. Mit Signatur und Exlibris von Osamu Okuda.

Auf 300 Plätze begrenzt
Beitrag leisten · CHF 120
Stufe 2

Buch und Tasse

CHF 250 · € 270
1×
Erstausgabe, signiert
Porzellantasse1×
Tasse

Dazu Ihr Name im Verzeichnis. Porzellantasse mit Walsers Kokyū-Spielerin.

Auf 200 Plätze begrenzt
Beitrag leisten · CHF 250
Stufe 4 · Vorzug

Zwei Exemplare, ein grosses Blatt

CHF 1200 · € 1280
2×
Erstausgabe, eines mit Widmung
Porzellantasse1×
Tasse
T-Shirt1×
T-Shirt
Cliché-Druck «Garten Mikami» nach Dominique Uldry1×
Cliché-Druck «Garten Mikami», 70 × 50 cm

Dazu Ihr Name im Verzeichnis. Grosser Druck, vom Fotografen von Hand signiert und nummeriert; Motiv: der Garten des Hauses Mikami.

Auf 25 Plätze begrenzt
Beitrag leisten · CHF 1200
Stufe 5 · Mäzenat

Als Mäzen genannt

CHF 3500 · € 3700
3×
Erstausgabe, signiert
Porzellantasse1×
Tasse
T-Shirt1×
T-Shirt
Cliché-Druck «Garten Mikami» nach Dominique Uldry2×
Cliché-Drucke «Garten Mikami», 70 × 50 cm
Gespräch mit den Herausgebern
Originalbände von Kellermann und Walser, 1912 und 1920
Originalbände Kellermann / Walser, 1912 und 1920*

Nennung als Mäzenin oder Mäzen im Band. Zwei grosse Drucke des Gartens Mikami, vom Fotografen von Hand signiert und nummeriert.

Auf 10 Plätze begrenzt
Beitrag leisten · CHF 3500

Versand inbegriffen · Rücktritt jederzeit, solange der Band nicht im Druck ist · Zahlung in Franken oder Euro, mit Kreditkarte, in der Schweiz auch mit TWINT · Bis 31. Oktober 2026 fördern für die niedrigen Nummern.

Was jede Stufe enthält

Stufe 1
CHF 120 · € 130
Stufe 2
CHF 250 · € 270
Stufe 3
CHF 500 · € 530
Stufe 4
CHF 1200 · € 1280
Stufe 5
CHF 3500 · € 3700
Erstausgabe, von den Herausgebern signiert 1 1 1 2
eines mit Widmung
3
Signatur und Exlibris von Osamu Okuda ✓ ✓ ✓ ✓ ✓
Name im Verzeichnis der Förderinnen und Förderer ✓ ✓ ✓ ✓ als Mäzen
Porzellantasse, Walsers Kokyū-Spielerin – 1 1 1 1
T-Shirt, Walsers Geisha von 1908 – – – 1 1
Cliché-Druck 40 × 30 cm, handsigniert und nummeriert
Motiv: Garten des Hauses Mikami
– – 1 – –
Cliché-Druck 70 × 50 cm, handsigniert und nummeriert
Motiv: Garten des Hauses Mikami
– – – 1 2
zwei handsignierte und nummerierte Abzüge
Gespräch mit den Herausgebern – – – – ✓
Originalbände Kellermann / Walser, 1912 und 1920* – – – – erster Beitrag
Plätze 300 200 59 25 10
Bernhard Kellermann und Karl Walser, Ein Spaziergang in Japan (1912) und Sassa yo Yassa (1920)
Bernhard Kellermann und Karl Walser: Ein Spaziergang in Japan (1912) und Sassa yo Yassa (1920), Paul Cassirer, Berlin

Die Originalbände. 1908 finanzierte der Berliner Kunsthändler Paul Cassirer seinem Schützling Karl Walser die Reise nach Japan; der Schriftsteller Bernhard Kellermann reiste mit, am 24. April erreichten die beiden Miyazu. Aus der Reise gingen zwei Bücher hervor, bei Cassirer verlegt und von Walser gestaltet und illustriert: Kellermanns Reisebericht «Ein Spaziergang in Japan» (Erstausgabe 1910) und «Sassa yo Yassa. Japanische Tänze» (Erstausgabe 1911) mit Lichtdrucken und Radierungen nach Walsers Studien. Hans Trog hob 1909 in der Neuen Zürcher Zeitung hervor, wie fest in Walsers künstlerischer Physiognomie Phantasie und Sachlichkeit verbunden seien. Der erste Beitrag der Mäzenatsstufe erhält je ein Exemplar: «Ein Spaziergang in Japan», Ausgabe 1912, 272 Seiten, Halbleder mit Kopfgoldschnitt, Besitzstempel auf dem Titelblatt; «Sassa yo Yassa», dritte Auflage 1920, mit farbigem Frontispiz und elf Tafeln, drei davon farbig.

Das Motiv des Cliché-Drucks

Dominique Uldry hat für die Förderinnen und Förderer eine Aufnahme ausgewählt: den Garten des Hauses Mikami — denselben Garten, den Karl Walser 1908 gezeichnet hat. Gedruckt wird im Querformat auf Fine-Art-Papier mit weissem Rand; jeden Druck signiert und nummeriert der Fotograf von Hand und verschickt ihn selbst.

Cliché-Druck nach Dominique Uldry, Garten des Hauses Mikami, Miyazu 2026
Garten des Hauses Mikami, Miyazu 2026. Derselbe Garten, den Walser 1908 gezeichnet hat.

Der Band erscheint später auch im Buchhandel. Ihr Beitrag fliesst in die Herstellung und ist kein Buchpreis; die signierte Ausgabe für Förderinnen und Förderer gibt es nur hier. Der Beitrag geht direkt an den Verlag, nicht über eine Plattform. Danach erhalten Sie Zugang zur Seite für Förderinnen und Förderer mit Vorab-Bildstrecke, Werkstattbericht und Terminplan. Bezahlt wird in Franken oder Euro — die Währung richtet sich nach dem Lieferland —, mit Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express), in der Schweiz auch mit TWINT. Der Versand ist inbegriffen. Ausgeliefert wird nach Erscheinen im Frühjahr 2027; Tassen, T-Shirts und Drucke gehen vorher raus. Der Betrag ist bei der Bestellung vollständig fällig. Die Beiträge werden bis zum Gut zum Druck nicht verwendet: Solange der Band nicht im Druck ist, kann der Beitrag jederzeit zurückgezogen und der volle Betrag zurückverlangt werden. Danach ist der Betrag im Druck gebunden, und geliefert wird nach Erscheinen. Erscheint der Band nicht, wird der Beitrag vollumfänglich zurückerstattet. Innerhalb von vierzehn Tagen nach Ihrem Beitrag kann ohne Angabe von Gründen zurückgetreten werden. Mit dem Cliché-Druck geht das Objekt über, keine Reproduktionsrechte. Weitere Fragen beantwortet die Seite mit den häufigen Fragen.

Die Reise von 1908

Finanziert vom Berliner Kunsthändler und Verleger Paul Cassirer, reiste Karl Walser zusammen mit dem Schriftsteller Bernhard Kellermann nach Japan. Am 24. April 1908 erreichten die beiden Miyazu. Sie gingen über die Sandbank von Amanohashidate, um beim Aoi-Fest den Schwerttanz zu sehen; die Zeremonie war schon vorbei, und die Tänzer führten ihn ein zweites Mal auf, privat, im Garten eines Hauses.

Aus dem Aufenthalt gingen Kellermanns «Ein Spaziergang in Japan» hervor und, ein Jahr später, «Sassa yo Yassa. Japanische Tänze» mit Walsers Tafeln. Walsers Zeichnungen und Aquarelle aber blieben ohne Ortsangabe — Titel wie «Eingang zu einem Tempel» oder «Haus mit Garten und Teich» sagen nicht, wo sie entstanden sind.

Hier verbrachte ich die schönste Zeit meines Aufenthalts in Japan. Ich möchte von dieser Stadt sprechen wie von einem Freund. Bernhard Kellermann, Ein Spaziergang in Japan, 1910

Vorwort — Osamu Okuda

Das Vorwort schreibt Osamu Okuda, Kunsthistoriker und Mitherausgeber des Bandes. Er hat das Projekt angestossen, die Beitragenden zusammengeführt und für den Band Archivmaterial aus Walsers Umkreis beschafft. In seinem Vorwort fragt er, was die japanischen Monate für Walsers Werk bedeuteten.

Okuda arbeitet seit den frühen achtziger Jahren in der Schweiz und kennt beide Seiten — die Forschung in Bern und die Orte in Japan.

Karl Walser, Onnagata als Akoya, 1908, Aquarell und Bleistift
Karl Walser, Onnagata als Akoya, 1908. Aquarell und Bleistift, 32,6 × 24,7 cm. Kunstmuseum Bern.

Walsers Miyazu, wiedergefunden — Noriko Matsuda

Den Hauptbeitrag schreibt Noriko Matsuda, Associate Professor für Architektur- und Stadtgeschichte an der Kyoto Prefectural University. Sie hat im Feld und über historische Fotografien geprüft, wo Walser gestanden hat, und die Blätter den realen Orten in Miyazu zugeordnet. Vorgestellt hat sie ihre Ergebnisse am Miyazu-Symposium vom 30. August 2026; für den Band ergänzt sie neu erschlossenes Archivmaterial.

Ihr Beitrag zeigt jede Zuordnung als Paar: links das Blatt, rechts die heutige Aufnahme. Beide stehen gerandet, weil beide an dieser Stelle Beleg sind — nicht Stimmung, sondern Nachweis. Wo die Zuordnung begründet, aber nicht beweisbar ist, sagt es die Legende.

Noriko Matsuda
Noriko Matsuda. Foto: privat.
Karl Walser, Haus mit Garten und Teich, 1908, Bleistift, Tusche und Aquarell
Karl Walser, «Haus mit Garten und Teich», 1908. Bleistift, Tusche und Aquarell, 15,3 × 19,2 cm. Kunstmuseum Bern, Verein der Freunde.
Dominique Uldry, Blick aus dem Haus Mikami in den Garten, Miyazu 2026
Dominique Uldry, Garten des Hauses Mikami, Miyazu 2026. Veranda, Teich und Trittsteine stehen zueinander wie auf dem Blatt. Dieselbe Aufnahme wie oben, hier in der Paarung, wie sie im Buch steht.
Karl Walser, Niō
Karl Walser, «Niō, Schutzgottheit der buddhistischen Tempel», 1908. Pastell, 20,3 × 15,8 cm. Kunstmuseum Bern, Verein der Freunde. Auch dieses Blatt liess sich einem Ort in Miyazu zuordnen.
Zwischenstrecke

Von den Teehausblättern zu Akoya

In den Obergeschossen der Teehäuser von Miyazu zeichnete Walser immer wieder Geishas. Diese Blätter lassen sich keinem Ort zuordnen und gehören deshalb nicht in den Vergleichsteil — sie bilden im Buch eine eigene Gruppe neben den ortsgebundenen Blättern.

Es ist zugleich die bekannteste Gruppe: Aus ihr gingen die späteren Gemälde und die Tafeln von «Sassa yo Yassa» hervor. Im Buch stehen die Blätter gerandet mit sichtbarer Blattkante, in ruhiger Folge, ohne Text auf derselben Seite; die Legenden nennen Technik, Mass und Besitzer, soweit sie geklärt sind.

Karl Walser, Kabuki-Theaterszene mit Akoya, 1908, Öl auf Holz
Karl Walser, Kabuki-Theaterszene (Akoya), 1908. Öl auf Holz, 69,3 × 93,5 cm. Gottfried Keller-Stiftung / Neues Museum Biel.
Karl Walser, Geisha im Kimono mit Shishi-Muster, 1908, Bleistift und Aquarell
Karl Walser, Geisha im Kimono mit Shishi-Muster, 1908. Bleistift und Aquarell, signiert und datiert unten rechts.

Sehen, wo ein anderer gesehen hat — Dominique Uldry

Danach folgt der Bildteil von Dominique Uldry, Fotograf in Bern, eingeleitet von einem kunsthistorischen Essay zur Fotografie. Seine Aufnahmen sind keine Illustrationen zu Walsers Blättern, sondern ein zweiter Akt des Sehens, vom ersten durch hundertachtzehn Jahre getrennt — und sie bestehen auf ihrer eigenen Gegenwart: das parkierte Auto, die Betonmauer, das Kabel quer über dem Himmel.

Im Band laufen diese Fotografien ohne Rand über die ganze Seite, Walsers Blätter dagegen stehen gerandet. Wer blättert, sieht den Unterschied sofort: das eine ist Beleg, das andere Gegenwart.


Karl Walser, Japanische Dorfstrasse, Illustration aus Sassa yo Yassa, 1911
Karl Walser, «Japanische Dorfstrasse». Illustration in Bernhard Kellermann, «Sassa yo Yassa. Japanische Tänze», 1911. Nach Noriko Matsuda zeigt das Blatt die Häuserzeile am Kyō-kaidō in Miyazu.
Strasse am Kyō-kaidō in Miyazu, Fotografie von Dominique Uldry, 2026
Kyō-kaidō, Miyazu 2026. Fotografie von Dominique Uldry. Die Strasse, an der Walser 1908 stand — heute.

Häuser, die wieder bewohnt werden — Madoka Hatano

Auf die Fotostrecke folgt ein Bildbeitrag der Architektin Madoka Hatano. Sie lebt und baut seit 1998 in Miyazu; mit ihrem Netzwerk setzt sie die alten Stadthäuser, die Machiya, und leerstehende Häuser instand und gibt sie wieder in Gebrauch.

Dazu gehört die «Chishiya», das ehemalige Haus eines Kimonohändlers, heute ein Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Madoka Hatano ist zudem an Planung und Durchführung des Artist-in-Residence-Programms beteiligt, das im Frühjahr 2026 in Miyazu begonnen hat.

Madoka Hatano, Architektin in Miyazu
Madoka Hatano. Architektin in Miyazu. Foto: MITEMI.

Aus allen Beiträgen ein Buch — Digiboo Verlag

Der letzte Beitrag ist der Band selbst. Der Digiboo Verlag hat die Zusammenarbeit zustande gebracht und führt sie bis zum Erscheinen; herausgegeben wird der Band von Osamu Okuda und dem Verlag gemeinsam.

Entschieden ist das flache Querformat 240 × 190 mm, aufgeschlagen 480 × 190 mm — damit die breiten Bilder zur Regel werden und nicht zur Ausnahme. Der Band ist vollständig zweisprachig: Legenden und Kurztexte stehen englisch und japanisch direkt beim Bild, die längeren Beiträge laufen in zwei getrennten Sprachstrecken. Ein Anhang verzeichnet Bildnachweise und Biografien und enthält eine Chronologie der Reise von 1908, daneben die Rückreise von 2026.

Die Beitragenden

Dominique Uldry und Osamu Okuda im Atelier in Bern, September 2026
Bern, 9. September 2026. Dominique Uldry (links) und Osamu Okuda beim Durchgehen der Vorlagen für den Band. Foto: Digiboo Verlag.

Was gebraucht wird. Stiftungen, Buchhandelserlös und die Eigenleistung des Verlags tragen einen Teil der Kosten für Herstellung, Übersetzung und Vertrieb; den Rest trägt das Crowdfunding, also die Beiträge der Förderinnen und Förderer. Fünf Stufen stehen zur Wahl, von CHF 120 bis CHF 3500; wie viele Plätze je Stufe noch frei sind, zeigt jede Stufe beim Bestellen. Beiträge sind bis zum 31. Januar 2027 möglich, danach geht der Band in den Druck. Wer bis zum 31. Oktober 2026 fördert, steht zuerst im Verzeichnis der Förderinnen und Förderer und erhält die niedrigen Nummern der Cliché-Drucke. Noch unschlüssig? Weiter unten können Sie sich eintragen; wir melden uns, wenn die Bildauswahl steht.

Kunstgeschichte · Mitherausgeber · Vorwort

Osamu Okuda

Kunsthistoriker, geboren 1951 in Osaka, seit den frühen achtziger Jahren in der Schweiz. Von 1996 bis 2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Paul-Klee-Stiftung am Kunstmuseum Bern, danach am Zentrum Paul Klee. Zu seinen Arbeiten gehören «Paul Klee und der Ferne Osten. Vom Japonismus zu Zen» und die Studie «Die satirische Muse». Mitbegründer der «Zwitscher-Maschine. Journal on Paul Klee». Er hat das Projekt angestossen.

Architektur- und Stadtgeschichte

Noriko Matsuda

Noriko Matsuda ist Associate Professor an der Kyoto Prefectural University, spezialisiert auf Architektur- und Stadtgeschichte. Ihre Forschung gilt Themen wie einer «humanwissenschaftlichen Geschichte des Ufers» – der Zone zwischen Wasser und Land. Seit etwa 2005 befasst sie sich mit Miyazu: mit der Verwandlung von Amanohashidate in einen Badeort in der Moderne, mit der Geschichte der früheren Vergnügungsviertel Shinhama und Mannen-chō und mit der Kulturlandschaft des Stadtbilds – und in diesem Zusammenhang mit dem Aufenthalt von Karl Walser und Bernhard Kellermann in Miyazu. 2020 war sie als akademische Gastforscherin an die ETH Zürich eingeladen, um traditionelle Bauernhausarchitektur, Siedlungslandschaften und Raumgefüge der Schweizer Alpen zu erforschen. Zu ihren Büchern als Autorin und Mitautorin gehören Ehagaki no Beppu (Beppu auf Ansichtskarten), Tōkyō mizube sanpo (Spaziergänge an Tokios Ufern), Kiki to toshi (Krise und Stadt), Sengo kūkanshi (Raumgeschichte der Nachkriegszeit) und Shibuya no himitsu (Die Geheimnisse von Shibuya). Ihre Zuordnungen von Walsers Blättern stellte sie am Miyazu-Symposium vom 30. August 2026 vor.

Fotografie

Dominique Uldry

Fotograf in Bern. Seine Arbeit gilt seit langem der Architektur- und Kunstfotografie und daneben Landschaften und Nicht-Orten, die er ohne Menschen aufnimmt. 2003 zeigte die Kunsthalle Bern seine Arbeiten im Projektraum. Zusammen mit Bernhard Echte entstand der Band «Seltsame Käuze, wir zwei. Karl und Robert Walser». In Miyazu fotografierte er die Orte, an denen Walser 1908 gezeichnet hat.

Architektur · Bildbeitrag

Madoka Hatano

Architektin in Miyazu. 1998 zog sie für die Planung eines Präfekturparks nach Miyazu und eröffnete dort ihr eigenes Büro; 2012 gründete sie das Unternehmen Miyazu Machiya Revitalisation Network, das sie seither leitet. Neben Neubauten für Wohnen und Gewerbe erneuert sie, vor allem in der Region Tango im Norden der Präfektur Kyoto, Machiya und leerstehende Häuser, darunter über hundertjährige Reihenhäuser und die «Chishiya», das ehemalige Haus eines Kimonohändlers — heute Treffpunkte für Einheimische und Gäste. Seit dem Frühjahr 2026 ist sie an Planung und Durchführung des Artist-in-Residence-Programms in Miyazu beteiligt.

Verlag

Digiboo Verlag

Verlag in Küsnacht am Zürichsee, gegründet 2011, mit Programmschwerpunkten in Kunst- und Kulturgeschichte, Literatur und Essayistik. Für diesen Band verantwortet er Konzept und Gestaltung, Satz, Herstellung, Rechteklärung, Vertrieb und die Finanzierung über Beiträge.

Der Band

Titel
At Miyazu · 宮津にて
Herausgeber
Osamu Okuda und Digiboo Verlag
Format
240 × 190 mm quer, aufgeschlagen 480 × 190 mm
Umfang
rund 160 Seiten, rund 60 Abbildungen
Ausstattung
Hardcover, Fadenheftung mit flach öffnendem Rücken
Sprachen
Englisch und Japanisch, vollständig zweisprachig
Herstellung
Offsetdruck, eine Auflage, ein Papier; Druckort in Abklärung
Erscheinen
Frühjahr 2027, im Jahr von Karl Walsers 150. Geburtstag
Verlag
Digiboo Verlag, Küsnacht ZH

Karl Walsers Werk ist seit 2014 gemeinfrei. Für die Reproduktionen auf dieser Seite werden die Vorlagen und Nutzungszusagen der besitzenden Institutionen eingeholt. Die Dankesgaben verwenden Walsers Kokyū-Tafel aus «Sassa yo Yassa» (1920), seine Zeichnung einer Geisha im Kimono mit Shishi-Muster (1908) und Dominique Uldrys Aufnahme des Gartens des Hauses Mikami in Miyazu.

Anbieter und Abwicklung

Anbieter
Digiboo Verlag (Digiboo GmbH), UID CHE-115.204.457, vertreten durch Dr. Walther Fuchs
Anschrift
Schiffliweg 9, 8700 Küsnacht ZH, Schweiz
Kontakt
walser@digiboo.ch (zum Buchprojekt)
info@digiboo.ch (Verlag)
Beträge
Wie bei den Stufen angegeben, Versand inbegriffen
Zahlung
Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express), in der Schweiz auch TWINT; fällig mit dem Beitrag
Lieferung
Dankesgaben nach Zahlungseingang, der Band nach Erscheinen im Frühjahr 2027
Rücktritt
Jederzeit, solange der Band nicht im Druck ist; voller Betrag zurück
Mittelverwendung
Beiträge werden bis zum Gut zum Druck nicht verwendet

Der Band erscheint, weil er vorher gefördert wird.

Jeder Beitrag trägt die Herstellung mit, ab CHF 120. Wer bis zum 31. Oktober 2026 fördert, steht zuerst im Verzeichnis der Förderinnen und Förderer und erhält die niedrigen Nummern der Cliché-Drucke.

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Wir melden uns ein paar Mal im Jahr, wenn es etwas zu berichten gibt: wenn die Bildauswahl steht, wenn der Band in den Druck geht, wenn er erscheint.

Die Adresse wird nur für Hinweise zu diesem Band verwendet. Es gelten die Datenschutzbestimmungen des Digiboo Verlags.

Digiboo Verlag · Küsnacht ZH · info@digiboo.ch — Projektseite, Stand Oktober 2026